Stets auf der Suche nach wilden Abenteuern und eine Ausstrahlung purer Männlichkeit - das zeichnet einen Biker aus. Er vermittelt ein wildes Lebensgefühl, das von einem Motorrad beherrscht wird. Je größer die Kiste und desto mehr PS sie hat, umso besser! In so einer Welt haben Frauen nichts zu suchen. Bei der Partnersuche lassen sich Biker gerne sehr viel Zeit, sie wollen nichts überstürzten. Denn sie wissen: Eine Frau bedeutet automatisch irgendwann auch Kinder und diese könnten den bisherigen Lebensinhalten zum Opfer fallen. Biker grenzen sich bewusst von der Gesellschaft und deren Normen ab, eine Ehe wäre da ein klares Verbrechen gegen die eigene Persönlichkeit. Wer diese Menschen verstehen will, sollte sich über ihre Beweggründe im Klaren werden. Ein Biker muss Aufnahmekriterien bestehen um Mitglied in einem Motorcycle Club zu werden. Das dauert je nach Mitglied bis zu 3 Jahren. Diese lange Periode dient dazu, nur ernsthaft interessierte Bewerber zum Schluss in seinen Reihen zu haben. Eine Aufnahme ist im Regelfall mit einer lebenslangen Mitgliedschaft verbunden, die Interessen des Motorcycle Club stehen dabei im Vordergrund. Aus diesem Grund hat eine feste Bindung für einen Biker einen geringen Stellwert. Eine Frau würde viel Zeit kosten, die eigentlich für den Club vorgesehen war.
Emotionen sind kein Lebensinhalt
Damit ein Biker von den anderen Mitgliedern akzeptiert wird, muss er ein harter Mann sein. Ein solcher Mann weint nicht und zeigt keine Trauer - höchstens wenn ein Bruder aus dem Motorcycle Club bei einer Schießerei stirbt, das kommt aber eher selten vor. Deshalb will ein Biker auch nur schnellen Sex und keine feste Beziehung mit einer Frau. Diese würde unter harten Bandenkriegen und Zeitmangel leiden. Da es aber auch verheiratete Biker gibt, ist eine Beziehung unter Umständen doch möglich. Dafür muss sich der richtige Typ Frau finden. Sie darf keine Probleme damit haben, wenn er sein Leben täglich bei Motorradtouren aufs Spiel setzt. Außerdem hat eine Frau für so einen Mann wegen seinem Lifestyle einen geringen Stellenwert. Sie muss sich um Familie und Haushalt kümmern und sollte dabei nicht meckern. Alles andere würde zu einem Biker nicht passen. Mit seinem wilden Look und den unzähligen Tattoos kann sich ein neutraler Beobachter ihn schwer als fürsorglichen Familienvater vorstellen. Aber natürlich lieben Biker ihre Kinder genauso, wie alle anderen Väter auch. Emotionen wie Liebe sind kein Lebensinhalt, zumindest zeigt das ein Biker nicht öffentlich. Es wird eher wert auf Action, Spannung und wilde Abenteuer gelegt - ganz wie es dem Gefühl der absoluten Freiheit entspricht. Eine Hochzeit unter Bikern ist ein besonderes Erlebnis. Auf Motorrädern wird die Braut vorgefahren und anschließend wird eine erlebnisreiche Spritztour unternommen. Die Bilderbuchhochzeit wäre für einen echten Biker viel zu langweilig und zu spießig.
Einfach unvorstellbar
In Gedanken kann sich nun jeder den Spaß erlauben und einen Biker als fürsorglichen Familienvater vorstellen. Mit dröhnendem Motorrad fährt er in die Familiengarage ein, wo schon seine Frau auf ihn wartet. Er begrüßt sie mit einer herzhaften Umarmung und gibt ihr einen dicken Kuss. Gemeinsam essen sie anschließend einen Kuchen, den er aus der Bäckerei mitgebracht hat. Sie sucht ihn auf für kleinere Arbeiten und er erledigt alles brav, was seine Frau von ihm verlangt. Das würde so gar nicht dem Bild eines Bikers entsprechen. Wenn ein Biker sich so verhalten würde, wäre er der Softie unter ihnen und hätte sein Motorrad gar nicht verdient. Biker sind Rocker und zu einem wilden Lebensstil gehören viele Frauen. Das war schon früher so und wird sich in Zukunft nie ändern. Ein Familienvater wird immer eine brave und liebe Person sein, die sich für seine Kinder zurückhalten muss. Hingegen sucht ein Biker sein ganzes Leben lang wilde Abenteuer.